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Demonstration gegen den Abschiebeknast in Büren am 25. September!

Es reicht!

Abschiebeknäste schließen – Abschiebungen stoppen!

Demonstration gegen den Abschiebeknast in Büren am Samstag, den 25. September 2010 um 12:00 Uhr

Ein Urlaub am Mittelmeer, ein Studienaufenthalt in den USA, ein beruflicher Neuanfang in Schweden – für viele Deutsche ist das Normalität und integraler Bestandteil ihres Lebens. Für die meisten Menschen jedoch ist das Recht auf Freiheit und Freizügigkeit nur ein Traum.
Vor zwanzig Jahren feierte der kapitalistische Westen den Fall der Berliner Mauer als einen Sieg der Freiheit. Endlich sollte der Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 Geltung erlangen: “Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.”
Doch während innerhalb Europas die Reisefreiheit zunahm, forcierten die EU-Innenminister eine Militarisierung der Grenzkontrollen – mit tödlichen Folgen. Im Osten verlangte die Europäische Union von ihren Beitrittskandidaten eine entschlossene Überwachung der Grenzen. Jeder dieser neuen Mitgliedstaaten sollte seine eigene Berliner Mauer errichten. Nach Süden wurde die Grenze schrittweise auf den afrikanischen Kontinent vorverlagert. Bis heute hat die Festung Europa mehr als 12.000 Opfer gefordert, die meisten im Mittelmeer.
Das Recht zu reisen und zu leben, wo man möchte, gilt nicht für Menschen mit der “falschen” Hautfarbe, Staatsangehörigkeit und niedrigem Kontostand. MigrantInnen werden abwechselnd als “Illegale” oder als “Opfer” eingestuft und wie international operierende Menschenhändler verfolgt, sobald sie einander beistehen.

Flucht und Migration sind einerseits Reaktionen auf die massive Ausplünderung und die fortgesetzten Verwüstungen nicht nur im globalen Süden. Sie drücken aber gleichzeitig den Anspruch auf ein besseres Leben und Einkommen aus, der sich in der Konfrontation mit dem globalen Apartheidregime zu einem Kampf um gleiche soziale Rechte verdichtet.
MigrantInnen hier und auf der ganzen Welt unterlaufen die staatlichen Versuche der Steuerung und Verhinderung von Wanderungsbewegungen. Indem die MigrantInnen gegen das globale Ausbeutungsgefälle wandern, wird ihre Bewegung zu einer vor allem sozialen, zumeist stillen und politisch nicht artikulierte (Wieder-)Aneignungsbewegung.

Abschiebehaft, Lager, Residenzpflicht

In Deutschland sind Flüchtlinge vielfachen rassistischen Diskriminierungen unterworfen. Mit dem Asylbewerberleistungsgesetz wurde ein Sonderrecht geschaffen, das die Rechte der Betroffenen in gravierender Weise mit Füßen tritt. Flüchtlinge im Asylverfahren unterliegen der so genannten Residenzpflicht, die sie daran hindert, den eigenen Landkreis ohne Genehmigung zu verlassen. Die Fahrt zum Arzt in die nächstgrößere Stadt wird so zur Straftat. Vielfach sind die Menschen gezwungen, in Lagern außerhalb von Dörfern und Städten zu leben, unter miserablen Bedingungen, versorgt nur mit Lebensmittelgutscheinen oder Esspaketen. Und nicht zuletzt steht über allem die ständige Drohung von Inhaftierung und Abschiebung.

Warum wir in Büren demonstrieren

Zwischen der Kleinstadt Büren im Kreis Paderborn und einer Autobahnauffahrt liegt versteckt im Wald der mit mehr als 300 Haftplätzen größte Abschiebeknast Deutschlands. Für 35 Millionen Mark ließ die nordrheinwestfälische Landesregierung vor 17 Jahren ein früheres Kasernengelände der belgischen Armee zum Hochsicherheitsknast umbauen. Die Menschen die hier eingesperrt sind, haben gegen kein Gesetz verstoßen. Die meisten von ihnen sind vor Bürgerkrieg, Armut, Folter und Mord aus ihrer Heimat geflohen. Um einen Menschen in Abschiebehaft zu stecken, reicht allein der “begründete Verdacht” aus, dass sich dieser seiner Abschiebung entziehen will. Bis zu 18 Monaten kann dann die Inhaftierung dauern, was keine Seltenheit ist. Zur “Disziplinierung” von Gefangenen werden Arreststrafen verhängt, d.h.: bis zu vier Wochen Leben in totaler Isolierung, ohne Radio, Zeitung, Fernsehen, Bücher, Telefon, ohne Kontakt zu Mithäftlingen.
Am 30.8.99 verbrannte Rachid Sbaai in einer Isolationszelle des Bürener Knastes, als einer von vielen Opfern in Abschiebehaft. Erst jüngst haben sich zwei Häftlinge in Hamburg und ein Inhaftierter in Hannover in Abschiebehaft das Leben genommen. Tote, die die herrschende Abschiebepolitik zu verantworten hat.

Abschiebungen stoppen!

Nach dem offiziellen Ende des Bürgerkrieges im ehemaligen Jugoslawien haben die europäischen Staaten damit begonnen, Menschen aus dieser Region rigoros dorthin zurück zu schieben. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange diese Menschen bereits hier leben. Für viele ist Deutschland zu ihrem Lebensmittelpunkt geworden. Sie haben hier Arbeit und Freunde gefunden, Familien gegründet und Kinder bekommen, die hier zur Schule gehen. Im Kosovo erwartet sie meist nichts. Besonders hart trifft es Angehörige von Minderheiten, Roma, Ashkali und Ägypter. Ihr Besitz ist im Krieg entweder zerstört oder geplündert worden, nach wie vor werden Minderheiten im Kosovo diskriminiert und rassistisch verfolgt. Sie sind gezwungen, in Flüchtlingslagern zu leben oder bei Verwandten unterzukommen, sich von Müll und Almosen zu ernähren. Viele Kinder lernen ihre angebliche „Heimat“ zum ersten Mal in ihrem Leben kennen.
Die Abschiebung von Roma in das Kosovo steht beispielhaft für das Unrecht der zwangsweisen Deportation von Menschen aus Deutschland und der EU.

Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht

Immer wieder setzen sich Betroffene gegen Abschiebungen und Abschiebehaft zur Wehr. Dabei handelt es sich nicht nur um individuelle Widerstandshandlungen, sondern auch um kollektiv geführte Kämpfe. Im September 2007 traten etwa 60 Gefangene im Bürener Knast in einen Hungerstreik, um gegen ihre Inhaftierung und Abschiebung zu protestieren. Auch im Abschiebeknast Hannover-Langenhagen sind im Juli diesen Jahres mehrere Häftlinge in einen Hungerstreik getreten.

Wir beharren auf dem Recht zu wandern, auf dem Recht zu bleiben, auf dem Recht auf Bewegungsfreiheit. Unsere Solidarität gilt den Verfolgten, den Illegalisierten, den Ausgebeuteten, den Abenteurern. Wer kommen will, soll kommen dürfen; wer bleiben will, soll bleiben dürfen!

Schlagbäume zu Zahnstochern! Abschiebeknäste zu Lichtungen!
Globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle!

Mehr Infos: www.aha-bueren.de

Europäische Aktionswoche gegen Abschiebung

Ein loser Zusammenhang von Anti-Abschiebegruppen ruft zu einer europäischen Aktionswoche Anfang Juni 2010 auf. Wir dokumentieren den Aufruf auf deutsch. Mehr Informationen auf der website http://stopdeportation.net/

Aufruf zu einer Europäischen Aktionswoche gegen die Deportationsmaschine
1. – 6. Juni 2010

Abschiebungen sind ein integraler Teil der europäischen Migrationspolitik geworden. Täglich werden mehrere hundert Flüchtlinge und MigrantInnen zwangsabgeschoben, weil sie, wie Menschen es seit Jahrtausenden tun, wandern auf der Suche nach einem besseres Leben und weil sie vor Armut, Misshandlung, Diskriminierung, Verfolgung und Krieg flüchten. Das Recht zu reisen und zu leben, wo man möchte, ist den Menschen mit der “falschen” Hautfarbe, Ausweis oder Bankkonto untersagt. Sie werden als Kriminelle behandelt und in spezielle erfundene Gefängnisse mit dubiosen Bezeichnungen (Abschiebehaftgefängnis, Gästehaus etc.) eingesperrt. Rassistische und sexuelle Misshandlung in Abschiebehaft von Wärtern und privat angestelltem Sicherheitspersonell sind durch die legitime Anwendung von Gewalt bei Deportationen institutionalisert. Selbst zusätzlich ungeschützte MigrantInnen wie Kinder und Folterüberlebende sind mit Haft und Abschiebung konfrontiert, Demütigung ausgesetzt und bekommen weder Hilfe noch Unterstützung.

Hinter diesen Abschiebungen liegt eine Mischung von Rassismus, Nationalismus und Institutionalisierung in einem global kapitalistischen System. Wo Kapital und Staatsangehörige der Europäischen Union und anderen Ländern der “ersten Welt” nach vollem Belieben frei sind zu reisen, werden die Menschen auf der anderen Seite der künstlich aufgebauten Grenzen, in den Ländern, die zumeist von den privilegierten Europäern und ihren kapitalistischen und imperialistischen Eroberungen zerrissen worden sind, ständig illegalisiert, kriminalisiert und an der Ausübung ihrer fundamentalen Rechte gehindert. Sie werden einfach nicht mehr als Menschen angesehen: sie werden “illegale Migranten”, “Visumsüberschreiter” und “gescheiterte Asylbewerber”, über die man nach Belieben dispensieren kann, wenn sie nach ausgebeuteter Arbeit zu nichts mehr zu gebrauchen sind oder beginnen für ihre Rechte zu kämpfen. Infolge sind gemeinschaftliche Kämpfe und ganze Gemeinschaften gespalten und eine Kultur der Verdacht und Überwachung herrscht vor.

Wenn es um Abschiebungen geht, werden die Gründe für Migration ganz zweckmäßig vergessen. Im Westen angefertigte Waffen und vom Westen angeheizte Konflikte, Aggressionskriege auf der Jagd nach Öl und anderen Naturrohstoffen, repressive Systeme von unseren Demokratie-liebenden Regierungen unterstützt, Klimawandel, Landkonflikte … Sie können alle hierher zu unseren kapilatistischen Ökonomien, konsumorientierten Lebenstilen und imperliatistischen Interessen zurückverfolgt werden. Aktiv sein gegen Abschiebungen ist keine Einzelthema-Kampagne und Menschen entscheiden aus verschiedentlichen Gründen zu migrieren.

Um Abschiebeflüge auszuführen haben europäische Regierungen eine Reihe von Verträge mit zahlreichen privaten und halb-privaten Trägern, die die Schmutzarbeit leisten, abgeschlossen. Fluglinien sind ein entscheidender Teil der Deportationsmaschine. Fluggesellschaften sind nicht nur unter den Hauptverantwortlichen im fortschreitenden Töten unseres Planeten, sondern sind meist auch ohne Probleme bereit Menschen, entweder einzeln oder en masse, in deren möglichen Tot zu fliegen um Ihre eigenen Profite zu vermehren. Transport- und Begleitservice im Dienst der Einwanderungsbehörde während Zwangsabschiebungen werden von multinationalen Sicherheitsfirmen, die auch für die Leitung von Abschiebehaftgefängnissen verantwortlich sind, geleistet und Serco als auch G4S gehören zu den Profiteuren.

Hinzu kommen zwischenstaatliche Schattenorganisationen, die niemandem Rechenschaft schulden, wie die EU Grenzschutzagentur (Frontex) und die Internationale Organisation für Migration (IOM) dessen Rollen in den vergangenen Jahren mehr und mehr Einfluss gewonnen haben im Rahmen von Bemühungen der europäischen Regierungen Abschiebungen gemeinschaftlich zu koordinieren und auszuführen. Das spart den Regierungen nicht nur Geld, sondern überrträgt die Verantwortung für Deportationen auf regionale und internationale Gremien und damit auf eine neue Ebene fern von Einzelstaaten und Einwanderungsbehörden. In der Tat, Frontex hat kürzlich neue Befugnisse übertragen bekommen um Massenabschiebeflüge im Auftrag der europäischen Regierungen zu chartern sowie sich infrastrukturiell zu erweitern und Satelitentechnologien für die europäische Grenzüberwachung zu erforschen. Immerhin braucht ein rassistischer, imperialistischer Superstaat wie die Festung Europa einen Söldner wie die Grenzarmee Frontex um ihre künstlichen Grenzen zu beschützen.

Abzuschiebenden, Kinder und Familien einbezogen, werden häufig Handschellen angelegt und sie werden von Sicherheitsbeamten begleitet, als wären sie “gefährliche Kriminelle” (wobei die Bezeihnung als “kriminell” an sich schon problembehaftet ist). Es gibt unzählige Berichte über Körperverletzung als auch rassistische und sexuelle Misshandlung von Abzuschiebenden in den Händen der Beamten der Einwanderungsbehörde und privaten “Begleitern” auf Einzelabschiebeflügen und Massendeportationsflügen. Vorschläge für Menschenrechtsbeobachter auf den Flügen, wie kürzlich von einem EU-Kommissar vorgeschlagen, können vielleicht einige dieser Verfahrensweisen unterbinden, legitimieren aber prinzipiell die Gewalt von Abschiebungen.

Wir wissen, dass Widerstand gegen Abschiebungen beständig ist und nicht auf ein paar Tage oder eine Woche minimiert werden kann: Menschen überqueren Grenzen unter gefährlichsten Umständen tagtäglich; Hungerstreiks und Aufstände in Abschiebehaftgefängnissen; Verweigerung von Flügen von Abzuschiebenden sowie sympathetischen Passagieren in den Fliegern; Gemeinschaften die ihre Mitglieder zu verteidigen; reguläre Proteste und Aktionen gegen verschiedene Teile der Deportationsmaschine … Aber mehr muss getan werden solange weiterhin Tausende von Menschen täglich auf Zwang abgeschoben werden.

Wir rufen alle betroffenen Einzelpersonen und Gruppen in ganz Europa auf sich uns in einer dezentralisierten und koordinierten Aktionswoche gegen die Deportationsmaschine in der ersten Juniwoche 2010 anzuschließen. Wir rufen alle Migranten, Flüchtlinge und deren Unterstützer zu eigenen Aktionen und Protesten innerhalb und außerhalb Europas auf unter dem vereinten Ausruf:
STOP DEPORTATIONS!
NO TO FORTRESS EUROPE!
FREEDOM OF MOVEMENT FOR ALL!

Demo gegen Rassismus in Zweibrücken

Demo Zweibrücken*KEIN FUSSBREIT DEM RASSISMUS – für breiten Widerstand, gegen Polizeigewalt*
Demonstration in ZWEIBRÜCKEN (Pfalz)
Samstag, 29. August, 10:00 Uhr:
Rassismus findet sich keineswegs nur bei ausgewiesenen Nazis – er ist weitverbreitet und durchdringt Staat und Gesellschaft.
Wir möchten daher gemeinsam mit vielen Menschen aus Zweibrücken und der ganzen Region Farbe bekennen gegen jede Art von Rassismus und staatlicher Gewalt.
Danach mobilisieren wir geschlossen hin zur Demo gegen die Residenzpflicht in Ludwigshafen/Mannheim.
Treffpunkt: 10:00 Uhr (pünktlich!) am Hallplatz, Zweibrücken
Aktuelle Infos unter http://zwantifa.blogsport.de

Kundgebung in Wiesbaden am 27.08.!

Akute Abschiebung stoppen: Jede Unterschrift zählt !!! Fam. Zejnelovic muss bleiben!!!

Kundgebung 27.08.09 um ca. 10 Uhr vorm hessischen Innenministerium, Friedrich Ebert-Allee 12, Wiesbaden

Liebe Gleichgesinnte,
aus einer aktuellen Notsituation wenden wir uns an Euch. Die Zeit läuft davon und die Ereignisse vor Ort eskalieren täglich. Das jüngste Beispiel: Eine gewaltsame Stürmung der Wohnung mit gezogener Waffe und anschließender mehrstündiger Vernehmung und Inhaftierung der Mutter und ihrer zwei 9 und 13 jährigen Kinder.

Es ist der 28.08.2009 als Tag der Abschiebung terminiert. Diese gilt es zu verhindern !!!

Dem Ganzen geht bereits ein zweijähriger Behördenkrieg voraus, der in der wohl allzu bekannten Form letztendlich nur an Paragraphen, fehlenden Zuständigkeiten und der „Macht der Weisungen“ sich orientiert und die konkreten menschlichen Schicksale wieder einmal unberücksichtigt lässt.

Zu den Hintegründen der Fallsituation hier ein paar Links:
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1866539&
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/?em_cnt=1817567&
http://www.jungewelt.de/2009/08-13/042.php?sstr=zejnelovic
weitere Nachrichten in der FR und Jungen Welt über den Inhaftierungsablauf sind angekündigt.

Speziell die Situation der Kinder ist unhaltbar.

Beide sind seit über 10 Jahren in Deutschland – sprechen hervorragend Deutsch (Serbisch gar nicht), sie haben gute Noten in der Schule und gelten in ihrer Sozialkompetenz und ihrem Engagement als Vorbilder. Beide sind also mehr als „nur“ integriert.

Allerdings: beide sind aufgrund der nun bereits mehrjährigen Anspannung und der zuletzt erlebten staatlichen Gewalt massivst traumatisiert.

Es gibt Protest: Am 27.08.09 um ca. 10 Uhr vorm hessischen Innenministerium, Friedrich Ebert-Allee 12, Wiesbaden

Mehrere frankfurter Schulklassen werden dort Unterschriftenlisten zur Erwirkung einer Prüfung der Abschiebung durch die Härtefallkommission einreichen. JEDE/R weitere Unterstützer auf der Liste und vor Ort ist dringend notwendig
(Liste als download, ausfüllen und per Fax schicken an 069 13814256 ).

Es wird in Kürze auch noch eine Online-Unterschriften Aktion eingerichtet, welche sich unter dem Motto „Hier geblieben“ besonders für das Bleiberecht der Kinder einsetzt.

Wir rufen daher Alle auf an der Kundgebung teil zu nehmen, die Klassen zu unterstützen, und die Aktion selbst mit zu gestalten

HELFT DER FAMILIE IHRE HEIMAT – DEN KINDERN IHRE ZUKUNFT ZU LASSEN!

Nachfragen an: aktivabschiebungverhindern@gmx.de

Aufruf als rtf

Demo für Bleiberecht in Remscheid

Bleiberecht und Recht auf Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge in Remscheid!!!

Freitag, 28. August 2009, 17:00 Uhr
Treffpunkt: Remscheid, Hauptbahnhof

Wir Flüchtlinge in Remscheid wollen eine Perspektive und ein Leben in Würde haben. Aber die Remscheider Behörden erlauben uns das nicht:

Vor zwei Wochen wurde Ofelya, eine schwerkranke armenische Frau abgeschoben. Sie hätte dringend medizinische Behandlung gebraucht, die sie in Armenien nicht bekommen kann. Sie ist schwer depressiv und suizidgefährdet, seit ihr Mann im November letzten Jahres im Krankenhaus starb. Die Familie hatte zuvor alles verkauft, damit der schwerkranke Mann medizinisch behandelt werden kann. Nun steht Ofelya vor dem nichts.

Schon Anfang Juni hat die Ausländerbehörde versucht, einen Remscheider Flüchtling in den Folterstaat Syrien abzuschieben. Er wurde bei seiner Verhaftung und später in der Abschiebehaft geschlagen, und seine Insulinvorräte wurden ihm weggenommen. Die Abschiebung scheiterte jedoch, weil er sich wehrte und der Pilot ihn nicht mitnehmen wollte.

Die Remscheider Behörden wollen uns loswerden, deshalb verweigern sie uns die Möglichkeit, ein ganz normales Leben zu führen und zu arbeiten. Viele von uns wollen, aber wir bekommen keine Arbeitserlaubnis. Wenn wir wissen wollen, warum, gibt uns die Ausländerbehörde keine Auskunft, obwohl sie ihre Entscheidung begründen müsste.

Wir wollen in Freiheit, Würde und Selbstbestimmung leben, nicht von € 138,- aus dem Asylbewerberleistungsgesetz, die wir im Monat kriegen.

Stoppt die Abschiebungen!!!

Arbeitserlaubnisse für alle, die arbeiten wollen!!!!

Weg mit der Residenzpflicht!!!

Aufruf (pdf)

Ausstellung und Innenstadt-Aktion in Paderborn

Schwimmwesten zur Mahnung

Der BDP-Infoladen Paderborn zeigt in der Woche vom 24. – 29. August eine Installation, die den Tod tausender MigrantInnen an den EU-Seegrenzen, insbesondere vor Griechenland, thematisiert. Die kleine Ausstellung, die von der Gruppe „kein mensch ist illegal Hanau“ konzipiert worden ist, ist im Schaufenster an der Borchener Str. 12 zu sehen.

Die ausgestellten Schwimmwesten sowie die anderen Gegenstände der Installation kommen von einem der Strände auf der griechischen Insel Lesbos, an dem zurzeit wieder täglich Flüchtlinge und MigrantInnen anstranden. Die Situation auf den ägäischen Inseln und in Griechenland insgesamt ist und bleibt menschenrechtlich prekär. Laut PRO ASYL werden neu einreisende Flüchtlinge ausnahmslos inhaftiert, mehrfach sind „illegale“ Rückschiebungen in die Türkei und Misshandlungen durch die griechischen Borderguards bekannt geworden. Auf Lesbos befindet sich das mit momentan über 800 Flüchtlingen völlig überfüllte Internierungslager Pagani, in dem es in den letzten Tagen auch zu Hungerstreiks gekommen ist .

Anlass der Ausstellung ist die von der Bürengruppe Paderborn ins Leben gerufene „Aktionswoche gegen Abschiebung“. In dieser Woche werden überall in Deutschland Demonstrationen und Veranstaltungen gegen Abschiebungen organisiert, u.a. auch am 29. August um 13:00 Uhr in Büren an der JVA-Stöckerbusch. Parallel dazu rufen antirassistische Gruppen aus ganz Europa zu einem „NoBorder-Camp“ auf Lesbos auf.
Die Ausstellung nimmt dies zum Anlass, auf das Sterben an den EU-Außengrenzen hinzuweisen und die Rolle von FRONTEX und die Verantwortung Deutschlands für diese Situation zu thematisieren. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Presseerklärung als pdf

Außerdem in Paderborn:

Mittwoch, 26.08.09, 11:00-16:00 Uhr
Innenstadtaktion mit Infostand und Überraschungen
Paderborn, Fußgängerzone

Aktionswoche gegen Abschiebung in Trier

Aktionswoche gegen Abschiebung in Trier

Die Aktionswoche gegen Abschiebungen findet bundesweit statt. Aus diesem Anlass hat sich ein breites Bündnis in Trier zusammengefunden, um mit verschiedenen Aktionen seine Solidarität mit Flüchtlingen in Europa kundzutun und aktiv auf die aktuelle Asylpolitik aufmerksam zu machen.
Dabei nimmt Trier eine gesonderte Rolle ein, da das „Ausreisezentrum“, direkt vor unserer Haustür, ein besonders repressives Organ der deutschen Abschottungspolitik darstellt.Der Zweck eines solchen ist die systematische Zermürbung von Menschen!
Das Bündnis setzt sich gegen inhumane Methoden, Repressalien und gegen die Verletzung der verfassungsrechtlichen Menschenwürde der Asylsuchenden ein.
Wir fordern die Gleichbehandlung ALLER MENSCHEN!
Was bekämpft werden muss, sind die Fluchtursachen, wie Krieg, Armut und Verfolgung und nicht die Flüchtlinge selbst.
Flüchtlinge sind keine Kriminellen, obwohl sie hier als solche behandelt werden. Wer Schutz sucht hat unsere Solidarität nötig und verdient!
Wir fordern die Abschaffung des Trierer Ausreisezentrums!
Lasst die Leute frei!
Um Europa keine Mauer!

Kommt vorbei!

Flyer (pdf) für die Aktionswoche

Montag, 24. August 09, ab 15:00 Uhr
Infostand: „Nie wieder Abschottung!“
Trier, Fußgängerzone

Donnerstag, 27. August 09, , 20:00 Uhr
Filmvorführung „Ein Augenblick Freiheit“, Eintritt frei!, präsentiert vom Multikulturellen Zentrum Trier und der HBS Rheinland-Pfalz
Trier, Multikulturelles Zentrum, Mehrgenerationenhaus, Christophstraße 1

Samstag, 29. August 09, 13:00 Uhr
Markt der Möglichkeiten auf dem Viehmarkt mit Infos! Infos! Infos!
Trier, Viehmarkt

Samstag, 29. August 09, abends
Heart n‘ Head: Antifaschistisches Festival, Vortrag (CriThink), Filmvorführung: „Die Unerwünschten“ und Bands.
Exhaus Trier

Sonntag, 30. August
Überraschungsparty

Kundgebung und Fahrraddemo in Oldenburg

Auch in Oldenburg findet dieses Jahr im Rahmen der „Aktionswoche gegen Abschiebungen“ am Freitag, den 28. August eine Kundgebung mit anschließender Fahrraddemo nach Blankenburg statt.

Treffpunkt ist um 12 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Von dort geht es um die Innenstadt herum Richtung Blankenburg, wo es erneut eine Kundgebung geben wird. Anschließend wird es Musik geben, Fußballspielen stattfinden, Picknicken und was uns sonst so einfällt!

Ihr seid alle herzlich eingeladen und aufgerufen, an der Aktion (am besten mit Fahrrädern!!!) teilzunehmen und mit dafür zu mobilisieren!

Veranstalter_in ist das Antira-Plenum Oldenburg/Blankenburg

Hier ist der Aufruf als pdf-Datei

Veranstaltungen gegen Abschiebung in Mainz und Wiesbaden

Programm der Aktionswoche (pdf)

Samstag, 22. August, ab 10:00 Uhr
Stoppt das Sterben an den EU Außengrenzen!
Auftaktveranstaltung zur Aktionswoche gegen Abschiebungen
Kundgebung ab 11 Uhr mit Redebeiträgen unter anderem von Günter Burkhardt (Pro Asyl), Infoständen & Straßentheater
Neubrunnenplatz, Mainz

Dienstag, 25. August, 20:00 Uhr
Abschiebung im Morgengrauen
Filmvorführung mit anschließender Diskussion
Infoladen Linker Projekte Wiesbaden, Werderstraße 8

Mittwoch, 26. August, ab 18:00 Uhr
Infostände und öffentliche Probe der Action-Sambaband Rhein-Main
Rheinufer (gegenüber dem Mainzer Schloss)

Donnerstag, 27. August, 20:00 Uhr
Filmvorführung im Rahmen der Aktionswoche gegen Abschiebungen
Tod auf hoher See
mit anschließender Diskussion in Anwesenheit der Regisseurin Angela Huemer
Kino Palatin – Hintere Bleiche 6 – 8 – Mainz

Freitag, 28. August, 14:30 Uhr – 17:00 Uhr
Kundgebung vor dem Innenministerium
Abschiebehaft, Abschiebungen & die Situation im Ingelheimer Abschiebeknast
Schillerplatz, Mainz

Woche gegen Abschiebung auch in Münster!

Das Programm in der Woche gegen Abschiebung in Münster:

* Montag 24.08. // 20.00Uhr // Frauenstraße 24 // Eintritt frei
Film: Mit einem Lächeln auf den Lippen – Ana S. beschließt nach 3 Jahren unterbezahlter Hausarbeit bei einer Hamburger Familie, dass sie einen angemessenen Arbeitslohn vor Gericht einklagen will – obgleich sie als „illegal“ gilt, weil sie keinen offiziellen Aufenthaltstitel hat.

* Mittwoch 26.08. // 19Uhr // Am Verspoel 7 (1.Stock) // Eintritt frei
Workshop: Abschiebung, was jetzt? der GGUA
(was kann getan werden, wenn eine Abschiebung bevorsteht)

* Donnerstag 27.08. //20Uhr // Baracke (Scharnhorststr. 100) // Eintritt: 3,- €
Soli-Konzert für die Roma Initiative mit: DADDY LONGLEG (Punk) und GINGERJETS (PopPunk/RiotGirl)
davor ab 18.30 Uhr warme Küche + Film: „Abschiebung im Morgengrauen“

* Samstag 29.08. // 11.00Uhr // Bremer Platz
Busfahrt zur Demo gegen den Abschiebeknast in Büren. Karten gibt es in der Frauenstr. 24 ab 5,- €

Mitglieder extrem rechter Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Dies gilt auch für Mitglieder farbentragender Studentenverbindungen. Die VeranstalterInnen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.