Archiv für September 2009

Die Aktionswoche gegen Abschiebung in Neuss, Düsseldorf und Wuppertal

Eine Zusammenfassung

Montag, 24. 8. 2009:

Kommt Ihr nicht zu uns, kommen wir zu Euch…

Orte der Abschiebung

Auch Flughäfen sind fester Bestandteil der rassistischen Abschiebepraxis. Wir
konnten am Montag dafür sorgen, dass viele Menschen davon in Kenntnis gesetzt wurden.
Seit der faktischen Abschaffung des Grundrechtes auf Asyl in der BRD 1993 sind zahlreiche Menschen beim Versuch ihrer Abschiebung durch Gewalteinwirkung der Bundespolizei oder Suizid umgekommen. Die Deportationen in der BRD werden überwiegend über Flughäfen praktiziert. Diese Information konnte den Fluggästen des Düsseldorfer Flughafens nicht vorenthalten werden.

Dienstag, 25. 8. 2009:

„Solidarität kennt keine Grenzen“

Am Dienstag, dem 25. August 2009, hielten zwei Referenten des Aktionsbündnisses für globale Bewegungsfreiheit Neuss anlässlich der bundesweiten Aktionswoche gegen Abschiebung im Düsseldorfer Linken Zentrum „Hinterhof“ einen unter dem Motto „Solidarität kennt keine Grenzen“ stehenden Vortrag über die Abschiebepraxis in der BRD. (mehr…)

Blutiger Schreibtischtäterschreibtisch

Quelle: http://de.indymedia.org/2009/08/259199.shtml

Am 27. August haben wir mit ca. 30 Studierenden, Anti-FRONTEX-AktivistInnen und KriegsgegnerInnen vor dem Bremer Rathaus den blutigen Schreibtischtäterschreibtisch an das OHB- Vorstandspaar Manfred und Christa Fuchs verliehen. Parallel dazu hat der Akademische Senat der Uni Bremen dem Ehepaar in einem nicht-öffentlichen Festakt die Ehrenbürgerwürde verliehen für besondere Verdienste um die Universität.
Der OHB-Konzern mit seinen Tochterfirmen ist einer der weltweit führenden Hersteller von zivilen, aber auch militärischen Satelliten und liefert bspw. das Radarsatellitensystem SAR-Lupe an die Bundeswehr sowie Aufklärungsdaten an die europäische Grenzschutzagentur FRONTEX über Routen von Flüchtlingen übers Mittelmeer.

In einer Laudatio vor dem Rathaus haben wir die besonderen Verdienste der Fuchs-Familie herausgehoben: Sie haben es geschafft, mit unnachahmlicher Bescheidenheit und Zurückhaltung die militärische Forschung an der einst der „friedlichen Nutzung jeglicher Forschung“ verschriebenen Bremer Universität einzuführen. Leider wollte Familie Fuchs den Preis nicht persönlich entgegennehmen, sondern nahm Reissaus Richtung Hintereingang.
Wir hoffen im Lauf des Tages noch Gelegenheit zu finden, ihnen den Preis zuzustellen.

Dumme Union in Detmold aktiv

Quelle: http://de.indymedia.org/2009/08/259520.shtml

210„Asylanträge ablehnen!
Abschiebungen privatisieren!
Mehr Kartoffeln für Lippe!“

Etwa eine Handvoll Aktivist_innen der Dummen Union Detmold traten am vergangenen Freitag mit einer aufsehen erregenden Unterschriftensammlung in der Fußgängerzone in Erscheinung.
Unter dem Motto „Asylanträge ablehnen! Abschiebungen privatisieren! Mehr Kartoffeln für Lippe!“ nutzten die Akteur_innen die Aktionswoche gegen Abschiebungen für eine Gegendarstellung.
Ziel der Aktion: Horizonterweiterung der Bürger_innen.
Ein wahnsinnig gut recherchiertes Flugblatt mit bestechend scharfsinnigen Argumenten sollte die Passant_innen dazu bewegen, die Forderungen der Dummen Union mit ihrer Unterschrift zu unterstützen…

Die Prüfung der x-tausend Asylanträge, die in D-land jährlich gestellt würden, bedeute einen enormen Bürokratieaufwand für die BRD, so die D.U.. Diese Kosten träfen wie so häufig den deutschen Steuerzahler.
Unerhört!, findet die D.U. weiterhin, dass nach all der Prüferei ohnehin fast 98% der Anträge abgelehnt werden. Wozu also der bürokratische Aufwand?
„Direkt 100% der Asylanträge ablehnen. Flächendeckend!“, so der Ansatz der D.U. (mehr…)

Antirassistische Demo in Eisenhüttenstadt

Quelle: http://de.indymedia.org/2009/08/259525.shtml

von: autonome antifa frankfurt (oder) [aaffo]
Am letzten Augustsamstag zog eine Antirassistische Demonstration durch Eisenhüttenstadt.

Die kleine, aber kraftvolle Demo, die von der Gruppe „Kollektiv Partisana“ organisiert wurde, zog mit ca. 45 Teilnehmer_innen vom Bahnhof durch die Innenstadt zur Zentralen Aufnahmestelle für Flüchtlinge (ZAST) in die Poststrasse. Eine Zwischenkundgebung vor dem Friedrich-Wolf-Theater in der Lindenallee sollte die Eisenhüttenstädter Bürger_innen über die Zentrale Ausländer_innenbehörde für Brandenburg (ZABH), die ZAST und das Abschiebegefängnis in ihrer Stadt informieren.
In der leergefegten Stadt interessierten sich aber nur wenige Passant_innen für die Anliegen der Demonstrat_innen. (mehr…)

Verteilaktion gegen Abschiebung

Quelle: http://ark.blogsport.de/2009/08/31/verteilaktion-gegen-abschiebung/

Am Donnerstag (27. August 2009) verteilten wir im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche gegen Abschiebung zahlreiche Flyer in der Konstanzer Innenstadt. Auf diese Weise informierten wir kompakt über staatliche Repressionen gegen Asylsuchende und gaben Quellen für ausführliche Informationen an.

Um Europa keine Mauer, Bleiberecht für alle – und auf Dauer!

Ausländerbehörde mit Steinen und Farbe angegriffen

Quelle: http://directactionde.blogspot.com/2009/08/auslanderbehorde-mit-steinen-und-farbe.html

Remscheid 27 August 2009

folgendes Schreiben wurde uns zugeschickt:

„In der Nacht vom 26.08. auf den 27.08. haben wir die Ausländerbehörde Remscheid mit Steinen und Farbe bearbeitet.
Wir sehen darin eine Möglichkeit, auf die menschenverachtende Politik dieser Institution zu reagieren.
Wir wollen eine Welt, in der so wenig Grenzen zwischen Menschen verlaufen, wie es sie in der BRD im Bezug auf die Ausgrenzung von Flüchtlingen momentan gibt: Keine!
Alle Menschen werden nach ihrer wirtschaftlichen Nutzbarkeit eingeteilt. Das trifft verschärft Menschen ohne deutschen Pass. Flüchtlinge und MigrantInnen dürfen ihren Landkreis nicht verlassen, bekommen zu wenig Geld zum Leben (sogar noch weniger als HartzIV-Empfänger), teilweise nur Gutscheine statt Geld, sind rassistischen Polizeikontrollen ausgesetzt, dürfen nicht arbeiten, müssen ständig ihre Abschiebung fürchten, etc.
Fluchtursachen reichen von Klima über Armut bis zu Krieg und Verfolgung. Diese Ursachen sind alle menschgemacht und Europa, vor allem auch Deutschland tragen viel dazu bei. (mehr…)